Wie halten Gruppen und Kreise in diesen Zeiten Kontakt?

Erfahrungsberichte zur gegenseitigen Ermutigung oder zum Nachahmen

Weitere Berichte sind herzlich willkommen. Bitte senden an Uwe.Rechberger@elkw.de

 


Nur absagen ist keine Lösung – Hauskreis per Telefonkonferenz

Gleich nachdem es nicht mehr erlaubt war sich in Gruppen zu treffen, war im Hauskreis (Häslach, 10 Teilnehmer) die Frage: Einfach absagen und auf bessere Zeiten warten, oder ist uns die Gemeinschaft untereinander eine andere Lösung wert?

Nun – eine Telefonkonferenz zu machen ist heute so einfach, auch für diejenigen, die‘s nicht so mit Videokonferenzen haben. Das einzige was man braucht ist ein Telefon. Man wählt sich zur Hauskreiszeit ein, gibt den selbst ausgedachten Hauskreiscode ein und ist drin– es kann losgehen. Wenn man will kann man das Telefon auf laut schalten und hinlegen.

Ein Tipp, damit es kein Gesprächskauderwelsch gibt: Es ist hilfreich, wenn sich jemand findet, der das Treffen etwas strukturiert, z.B. wenn wir einen Bibeltext betrachten. Jemand liest den Text. Dann wird das Wort einfach reihum gegeben, z.B. in alphabetischer Reihenfolge oder sonstwie, jeder sagt einen Gedanken oder eine Frage zum Text. Jeder kommt dran, man hört einander aufmerksam zu, keiner muss, wenn jemand grad nicht möchte, dann gibt man das Wort einfach weiter. Genau auf dieselbe Weise tauschen wir uns aus und geben uns Anteil, wie es jedem persönlich geht. Selbst beten kann man so.

Auf diese Weise merken wir, wie gut uns die Gemeinschaft miteinander tut. Bisher ist noch kein einziger Hauskreistermin ausgefallen! Meist sind wir sogar vollzählig.

Natürlich funktioniert das nicht nur für Hauskreise, sondern auch für jede andere Gruppe.

Gerhard Gruhler


Als Gruppe in Verbindung bleiben -Ökumenischer Frauentreff

  1. Absagen: Die Information musste alle erreichen, deshalb war es gut, dass wir bereits einen E-Mail-Verteiler haben, in dem die regelmäßigen Teilnehmerinnen auf eigenen Wunsch enthalten sind.

  2. Persönliche Kontakte ermöglichen: Dazu haben wir gleich am Anfang die Telefon- und Mailliste an alle geschickt und eine neue Chatgruppe „Ökumenischer Frauentreff“ eingerichtet, die seither von knapp der Hälfte der Gruppe genutzt wird.

  3. Grüße verschicken: Das geschieht vom Leitungsteam aus auf zwei Weisen. Die eine Gruppenleiterin telefoniert regelmäßig mit Frauen, die die sozialen Medien nicht so stark nutzen, die andere verschickt etwa einmal pro Woche eine Mail an alle Teilnehmerinnen. Darin gibt es kleine Impulse und Anregungen, Hinweise auf Angebote der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden und sonstige Informationen. Wer keine E-Mail-Adresse hat, bekommt die Grüße ausgedruckt und vorbeigebracht.

  4. Telefonkonferenz: Als es klar wurde, dass nach Ostern weiterhin keine Gruppentreffen erlaubt sind, haben wir begonnen, uns im üblichen Rhythmus per Telefonkonferenz zu treffen. Nicht alle haben oder nutzeneinen Computer. Deshalb ist das für unsere Gruppe das beste Mittel, um nicht manche von vorneherein auszuschließen. Es ist sehr einfach und hilft, sich zu begegnen. Anders, aber auch gut. Nach einem Anfangs-Impuls gibt es eine Austauschrunde zu einer oder zwei Fragen. Eine nach der anderen erzählt, und die anderen hören aufmerksam zu. Diskussionen und spontane Unterhaltungen sind schlecht möglich, weil man nichts mehr versteht, sobald mehrere gleichzeitig reden. Trotzdem ist es schön und bereichernd, auf diese Weise voneinander zu hören und aneinander Anteil zu nehmen.

  5. Unvermutete Begegnungen nutzen: Manchmal trifft man sich beim Einkaufen oder Spazierengehen. Dann freut man sich über die Möglichkeit, sich zu sehen und miteinander zu sprechen.

Fazit: Es gibt viele Wege, um in Kontakt zu bleiben. Eine wichtige Aufgabe ist es, niemanden aus den Augen zu verlieren. Was weniger geht, ist die tiefgehende Beschäftigung mit Themen. Und wir alle vermissen das gemeinsame Singen.


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